Aufgewachsen bin ich in Nennig an der Obermosel direkt am Dreiländereck Deutschland-Luxemburg-Frankreich. Diese Region hat mich geprägt.

In einem kleinen Dorf, wo der Bus zweimal am Tag fährt, es keinen Supermarkt gibt und ein stabiles Mobilfunknetz heute auch eher aus Luxemburg kommt.
Der Blick auf das Atomkraftwerk Cattenom in Frankreich, was im Hintergrund seine vermeintlich harmlosen Wolken in den Himmel bläst.
So aufzuwachsen, habe ich schon als Kind als Bedrohung empfunden. 1986 geboren im Jahr der Tschernobyl Katastrophe kann ich sagen, dass mich der Wunsch zum Ausstieg aus der Kernenergie mein Leben lang begleitet und politisiert hat.
Ich absolvierte eine Ausbildung zur Chemielaborantin beim Landesamt für Soziales, Gesundheit & Verbraucherschutz Saarbrücken. Ich arbeitete mehrere Jahre in einem Forschungs- und Entwicklungslabor von DuPont de Nemours in Luxemburg als Chemical Analyst / Six Sigma Greenbelt.
Naturwissenschaftliches Denken - faktenbasiert, präzise, lösungsorientiert - ist seitdem Teil meiner DNA.
Später habe ich mein Wissen durch ein berufsbegleitendes Bachelor-Studium in Betriebswirtschaft und Führung an der IU Internationalen Hochschule erweitert.
Als Mutter zweier Söhne weiß ich, wofür ich Politik mache: für die Welt, die wir unseren Kindern hinterlassen. Nach der Geburt meiner Kinder arbeitete ich im Sales, im Sekretariat an der Uni, im Customer Service, als Angestellte und auch als Assistentin bei der Stadtverwaltung Trier und das zeitweise parallel.
Aber immer nah dran an den Menschen, nah dran an dem, was kommunale Politik im Alltag bedeutet.
"Als Mutter zweier Söhne weiß ich, wofür ich Politik mache: für die Welt, die wir unseren Kindern hinterlassen."

Der Alltag als Mutter ist mir aus tiefstem Herzen vertraut mit all seinen kleinen und großen Herausforderungen. Jeden Tag aufs Neue da zu sein, Bedürfnisse hinten anzustellen und trotzdem zu versuchen, allem gerecht zu werden, gehört zu meinem Leben dazu. Es ist eine Aufgabe, die viel Kraft verlangt.
Was viele nicht sehen: Ich lebe seit meinem 18. Lebensjahr mit Multipler Sklerose - einer nicht sichtbaren, chronischen Erkrankung, die meinen Alltag auf eine ganz eigene Weise prägt. Nach außen wirkt oft alles „ganz normal“, doch im Inneren kämpfe ich immer wieder mit Grenzen, die andere nicht erkennen.
Es sind die leisen Verluste, die besonders schwer wiegen. Dinge, die früher selbstverständlich waren, sind es heute nicht mehr. Einfach unbeschwert Fahrrad fahren, spontan sein, den eigenen Körper als verlässlich erleben, all das hat sich verändert. Stattdessen braucht vieles mehr Planung, mehr Energie, mehr Geduld.
Und trotzdem gehe ich meinen Weg - als Mutter, als Mensch, mit all meinen Stärken und auch meinen Grenzen. Jeden Tag neu.
"Unsere Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit. Sie muss jeden Tag neu verteidigt und gelebt werden."
Politisch bin ich bei Bündnis 90/Die Grünen, weil ich überzeugt bin: Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit und eine starke Demokratie gehören zusammen. Das eine geht nicht ohne das andere.

Von 2019 bis 2023 war ich Kreisvorsitzende der Grünen Trier.
Von 2020 bis 2022 war ich Sprecherin der Landesarbeitsgemeinschaft Demokratie und Recht, ein Thema, das mir besonders am Herzen liegt:
Schon als Jugendliche habe ich in Trier gegen die Nazis demonstriert. Damals vielleicht nur gegen fünf einsame Gestalten, aber auch heute während des Erstarken der Rechten. In der Mitte unserer Gesellschaft werde ich meine Stimme stets gegen den Rechtsruck unserer Gesellschaft, faschistisches Gedankengut und rechtsradikale Meinungsmache erheben.
Unsere Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit. Sie muss jeden Tag neu verteidigt und gelebt werden.

Im März 2022 wurde ich mit 82,9 Prozent der Stimmen zur Landesvorsitzenden von Bündnis 90/Die Grünen Rheinland-Pfalz gewählt und 2024 mit 87,75 Prozent erneut im Amt bestatigt.
Das ist Vertrauen, das ich jeden Tag verdienen will.
Für die Landtagswahl 2026 kandidierte ich im Wahlkreis 25 (Trier) als Direktkandidatin sowie auf Listenplatz 9.
Mit einem klaren Ziel: Politik, die gehört wird. Politik, die ankommt.
Jetzt darf ich im 19. Landtag Rheinland-Pfalz eine starke Stimme für die Grünen sein, aber auch für die gesamte Westregion von Rheinland-Pfalz und auch mit Herz und Verstand, für Trier.