Schweich/Trier, 24. August 2026 – Die Landtagsabgeordnete Natalie Cramme-Hill unterstützt ausdrücklich die Initiative der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Verbandsgemeinderat Schweich und des Kreisverbands BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Trier-Saarburg zum Erhalt einer rund 77 Jahre alten Eiche hinter dem Verwaltungsgebäude der Verbandsgemeinde Schweich.
„Die Grüne Fraktion in Schweich und der Kreisverband Trier-Saarburg setzen sich zu Recht dafür ein, dass der Erhalt dieses alten Baumes ernsthaft geprüft wird. Ich unterstütze dieses Anliegen“, erklärt Natalie Cramme-Hill.
77-jährige Eiche steht im Mittelpunkt
Bei dem Baum handelt es sich um eine gesunde Eiche, die etwa 77 Jahre alt ist. Sie hat einen Stammdurchmesser von rund 80 Zentimetern und einen Kronendurchmesser von etwa 16 Metern. Die Eiche steht auf der Grundstücksgrenze zwischen dem Rathausgrundstück der Verbandsgemeinde Schweich und dem Nachbargrundstück der Sparkasse Trier und ist damit ein sogenannter Grenzbaum nach § 923 BGB.
Auf dem Grundstück der Sparkasse ist ein Neubau mit insgesamt 22 Wohnungen geplant, darunter sechs sozial geförderte Wohnungen. Der Stadtrat Schweich hat dem Vorhaben bereits mehrheitlich zugestimmt.
Der Verbandsgemeinderat Schweich hat als Miteigentümerin des Grenzbaums der Fällung der Eiche zugestimmt. Für die Fällung stimmten SPD und CDU, dagegen stimmten GRÜNE und FWG. Der Beschluss fiel mit 19 Ja-Stimmen, 10 Nein-Stimmen und einer Enthaltung.
„Es geht hier nicht darum, sozialen Wohnungsbau gegen Naturschutz auszuspielen. Es geht darum, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, bevor ein jahrzehntealter Baum gefällt wird“, so Cramme-Hill.
Die Grüne Fraktion im Verbandsgemeinderat Schweich hatte deshalb gefordert, prüfen zu lassen, ob die Planung des Neubaus so verändert werden kann, dass die Eiche erhalten bleibt. Auch eine unabhängige artenschutzrechtliche Prüfung des Baumes ist nach den Angaben der Fraktion bislang nicht erfolgt.
„Die Kolleginnen und Kollegen vor Ort haben dieses Thema in den Verbandsgemeinderat eingebracht und setzen sich dort für den Erhalt der Eiche ein. Dieses Engagement unterstütze ich ausdrücklich. Gerade angesichts zunehmender Hitze und der notwendigen Anpassung unserer Städte und Gemeinden an den Klimawandel ist es wichtig, bestehende große Bäume als wertvolle Bestandteile unserer Ortskerne zu erhalten, wo immer dies möglich ist. Zudem sollten solche Bestandsbäume als Hitzeschutz und Beschattung nachhaltig bei der Bauplanung miteinbezogen werden, statt später teure Lösungen zu schaffen oder zu hoffen, dass neu gepflanzte Bäume schnell die gleiche Wirkung entfalten.“
Die Eiche ist bislang noch nicht gefällt. Aus Sicht von Natalie Cramme-Hill sollte deshalb weiterhin geprüft werden, ob eine Lösung gefunden werden kann, die den geplanten Wohnungsbau ermöglicht und gleichzeitig den Erhalt des Baumes sicherstellt.